Im_Farbrausch_der herbstlichen_Landschaft_

Viertes Pleinair zeigt Malereien und Zeichnungen von der Finakanalregion.
Bereits zum vierten Mal fand im Naturpark Barnim ein Landschaftspleinair statt. Zwölf Künstler und Künstlerinnen waren 14 Tage in der Finowkanalregion unterwegs gewesen, um sich von der herrlichen Landschaft inspirieren zu lassen. Am Freitagabend stellte die kleine Künstlergemeinde ihre Bilder, Gibsabgüsse und andere Werke in Ruhlsdorf vor.

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Die Freiluftmalerei übt auf jeden Künstler einen ganz besonderen Reiz aus - den Skizzenblock im Grünen aufschlagen und die Staffelei im Freien aufstellen. Das zum Teil trübe und regnerische Herbstwetter wirkt sich daher besonders auf die Malereien aus. Egal, welche Techniken verwendet wurden - die überweigend idylische Landschaft rund um den Finowkanal erscheint in dunkel gehaltenen Farben. Wiesen, Wälder und immer wieder der Kanal erscheinen auf den Zeichnungen nd Malereien sowohl in unruhigen als auch weichen Formen. Die meisten Motive kann bei einem Spaziergang entlang der alten Wasserstraße wiederentdecken. Uralte, verlassene Industriestandorte auf der einen Seite, die während der letzten Eiszeit geprägte Landschaft des Fonowtals auf der anderen Seite.
Doch der Künstler Hildur Bernitz betrachtet die Kunst keineswegs nur als Augenschmaus. Wie seine Kollegen auch, will er die Menschen für den Naturschutz sensibilisieren. "Die Geschichten, die sich zwischen dem Bild und seinem Betrachter abspielen können vielleicht eine Brücke sein zu einem veränderten Denken und Handeln im Umgang mit der Natur", erklärt der Künstler. Wenn die Natur nicht mehr wäre, so könne man auch keine Bilder mehr von ihr malen, so sein Fazit. Einen anderen Weg künstlerischer Betätigung geht die Bildhauerin Heidemarie Kasanowski aus Berlin. Sie sammelte in verfallenen Fabrikanlagen in Ufernähe alte Fundstücke und fertigte von diesen Gibsabdrücke an. "Für mich bot sich die Möglichkeit an, wie man Wirklichkeit näher bringen kann", verweist sie auf die Gegenstände der Industriegesellschaft. Die Arbeiten sollen während der Landesgartenschau 2002 in Eberswalde ausgestellt werden.

von Arne Färber